Bettina’s Blog

Bettina travels around the world and writes about all her experiences and travels. Being of German nationality, her blog posts are usually written in German.

Vulture Fascination- 7 August 2017

Andean Condor and vulture update
Besides the many different vultures at VulPro, I would not want to neglect the other vulture species. I can not believe that I have had only a total of only about 1 hour (in my breaks) time to visit the vultures and take some pictures. Otherwise, it was the most sweaty day of all.
In this picture, their size is immensely huge, because the white-backed vulture chick has now become a huge monster chick. Since my arrival it has certainly frown fivefold!

Today we again scrubbed all the vulture water pools. When Obert went to the Andean Condors, he offered that I accompany him. I think I had not been in the aviary of these aggro birds for years, but Obert promised to protect me. The Andean condors, however, were once occupied with themselves.

Black Eagles during feeding. After cleaning the vulture pools, we plucked the high weeds from the aviary of the Black Eagles. Naively, I thought it was a quick job. Haha, good joke. We have partly twitched at the inconspicuous green stuff and still did not get out of the ground. The roots were the size of a carrot !!! Not that the arms have not already weakened after the pool scrubbing, but this work has once again properly tired them out.

While two people drove to collect carrion, a second squad went off to collect four dead vultures near Lichtenburg. All victims of the same unsecured power line structure. I did some paperwork and then quickly hurried to the vulture’s restaurant to note the wing markings.

The vultures had already begun yesterday to finally eat the sheep, so we could clean up the vulture restaurant this afternoon. With the off-road vehicle, it would be easy to throw the carrion onto the loading area and drive to the container, which is regularly emptied. But the car is still defective. So we had to stuff the carrion in wheelbarrows and move manually to the container. Ächtz!

Before, I had to drive the carrion every evening by wheelbarrow to the skip, but it was minimal downhill. I did four laps, Dianne two, and Obert had bravely charged as much carrion as two of our wheelbarrows could carry during his two trips. After that, our back and shoulders were finally dead, but the vulture pool in the vulture restaurant stillhad to be scrubbed. The thing is however very large and very deep. In addition, the ground rises, so that the skimmed water always gladly flows back in again. My back is looking forward to a hot shower and a hot water bottle! Actually, I’m tired after a hard week, but today was really an extreme day. Especially because it was almost windstill and therefore very warm. But for the vultures, I will do it!

FREITAG, 11. AUGUST 2017

Letzter Besuch im Geierrestaurant

 Und schon ist er da, mein siebter Abreisetag von meinem persönlichen Geierparadies VulPro. Man könnte meinen, dass ich mich langsam an Abschiede gewöhnt habe, aber das wird wohl nie der Fall sein, egal wie oft ich wiederkommen werde. Netterweise tauchten mittags die wilden Kapgeier und Weißrückengeier im Geierrestaurant auf, so dass ich noch gut zwei Stunden lang das bunte Treiben und Aas hack beobachten konnte.

Zunächst hielten sich die Geier etwas abseits vom Aas auf und nur ein oder zwei näherten sich zögernd.

Kaum hatte ein Geier den Schnabel im Aas, wurde er von anderen Geiern angefaucht mit dem Resultat, dass alle wieder vom Aas wegrannten.

Die Neugierde war da, aber irgendwas schien die Geier noch zu stören.

Diesmal ein fast täglicher Besucher im Geierrestaurant: Ein Fischreiher.

Auch Heilige Ibisse, Kuhreiher und Krähen waren im Geierrestaurant vertreten.

Brust rein, Hals raus.

Mehr und mehr Geier landeten auf der Wiese.

Doch statt aufs Aas loszugehen, gingen einige Geier lieber aufeinander los.

Immer mehr Geier landete auf dem Dach der Brutvoliere oder neben ihren Kollegen auf der Wiese. Das Fauchen wurde aufgeregter und die Geier bewegten sich nach und nach Richtung Aas. Von der Aufregung angesteckt segelten auch einige Geier von den Dächern der Volieren herab auf die Wiese.

Während ein junger Weißrückengeier ein Stück Aas erbeutete, stürzten gleich mehrere Kapgeier hinter ihm her und versuchten ihm das Aas zu klauen. Dabei lag genug für alle auf der Wiese herum.

Nach gut 45 Minuten war der Bann gebrochen und das große Fressen ging endlich los.

An verschiedenen Aas-Häppchen versammelten sich die Geier schnell im Kreis und steckten ihre Köpfe unter die Aas-Haut.

Wirklich schöne Momente boten sich bei meinem letzten Besuch im Geierrestaurant. Und ich konnte für Kerri viele Flügelmarkierungen sammeln.

Wie ich diesen Anblick und diese wunderschönen Tiere vermissen werde! Vermutlich werde ich nicht das letzte Mal in Südafrika gewesen sein, aber ich wünschte die Entfernung wäre nicht so groß und ich könnte mehrmals im Jahr hin. Vielleicht wird ja bald endlich die Kamera ins Geierrestaurant live geschaltet, damit ich den Anblick zumindest hin und wieder aus der Ferne genießen kann.

Leider kein schöner Anblick. In der Ferne ist ein weiteres Buschfeuer ausgebrochen. Gut, dass VulPro direkt zu Beginn der Trockenzeit eine Feuerschneise rund um die Farm gelegt hat.

Machts gut, meine lieben Geier. Schaut ruhig häufiger bei VulPro vorbei, damit ihr genug Aas für eure Küken futtern könnt! Bis bald!

FREITAG, 11. AUGUST 2017

7. Abschied von VulPro

 Am Abreisetag von VulPro habe ich nicht gearbeitet sondern mich in Ruhe von allen Geiern verabschiedet. Nicht nur von den wilden Geiern im Geierrestaurant sondern auch von den vielen Geiern in den Volieren. Manche werden vielleicht eines Tages in die Freiheit entlassen werden können. Die meisten werden wohl ihr Leben lang hier bleiben. Es besteht also die Chance auf ein Wiedersehen.
Morgens fütterten Kerri und ich das winzige Kapgeier-Küken. Es ist für mich immer wieder ein Wunder, dass ich hier die Gelegenheit bekomme Geierküken ganz aus der Nähe bewundern zu können. Und zu wissen, dass dieser kleine Mini-Geier ohne VulPro keine Chance gehabt hätte zu schlüpfen und zu überleben. Jetzt kann er bald an Geiereltern übergeben, liebevoll von ihnen großgezogen und später in die Freiheit entlassen werden. Zu diesem Zeitpunkt wird er ca. 8 kg wiegen und eine Spannweite von fast 3 m haben. Kaum zu glauben beim Anblick dieser Hand voll Geier.

Der Fischadler hat sich dieses Mal halbwegs gut benommen. Ich konnte sogar seinen Pool schrubben, ohne dass er mich angefallen hat. Auch hat er sich deutlich weniger ins Gitter gestürzt, wenn ich ein Bild von ihm machen wollte.

Die beiden Wollkopfgeier kamen mir diesmal auch etwas entspannter vor, auch wenn sie von allen Geiern nach wie vor die scheuesten sind. Wunderschöne Tiere.

Die beiden Ohrengeier waren zum Abschied nochmal richtig süß…

…und kamen an die Tür der Voliere gelaufen. Pass gut auf dich auf, mein lieber Einäugiger!

Die vielen Krüppelgeier in der offenen Voliere hatten sich vom gestrigen, stressigen Tag erholt und chillten gemütlich in der Sonne.

Ich bin schon gespannt, wie lange der süße Weißrückengeier noch in seinem Baum sitzen bleiben darf. Er scheint diesen Platz wirklich zu lieben – aber er sollte besser anfangen die Zweige runter zu hüpfen statt einen Kamikazesprung aus über 2 m Höhe zu wagen.

In der Großvoliere warten noch ein paar Geier auf ihre Auswilderung…

…und ein einsamer Ohrengeier-Mann wartet auf eine Dame.

Ansonsten vergnügten sich die Geier im Pool…

…oder genossen die Sonne. Ihr werdet mir alle fehlen!

Dem süßen Ohrengeier-Pärchen wünsche ich mehr denn je endlich einen Bruterfolg und ein süßes Ohrengeier-Küken! Vielleicht konnte ich ihnen mit dem neuen Nistmaterial einen kleinen Anstoß geben!?

Unsere vier Geier-Patienten. Die Flügelamputation ist ganz gut verheilt und der Geier wird wohl bald in die offene Voliere umziehen dürfen. Die beiden bumble foot Geier hatten eine leichte Infektion der Wunde, aber diese scheint mittlerweile besser zu verheilen. Geier Nr.4 wartet noch auf seine bumble foot OP. Gute Besserung!!!

Die drei Palmgeier und zwei Ohrengeier gönnten sich gemeinsam einen trägen Tag.

Die Kapgeier-Brutvoliere hat mir besondere Freude bereitet wegen der vielen Küken, die ich drei Wochen lang täglich beim Großwerden beobachten konnte. Geierküken sind einfach knuffig und unglaublich süß!

Bei meiner Ankunft waren sie noch flauschig weiß und jetzt wachsen ihnen bereits die ersten Federchen.

Die Black Eagle drängen sich jetzt nicht gerade auf, aber sie habe ich jeden Tag beim Füttern und auf dem Weg zum Beobachtungshaus fürs Geierrestaurant beachtet.

Die Andenkondore waren diesmal deutlich weniger aktiv als sonst. Ob es vielleicht daran liegt, dass sie durch die neue Nachbarvoliere abgeschirmter sind als sonst? Immerhin ist bei ihnen nun kein Durchgangsverkehr mehr sondern man muss erstmal um die neue Voliere herumlaufen, um zu ihnen zu kommen.

Die neue Weißrückengeier-Voliere ist klasse. Diesmal habe ich den Weißrückengeiern viel mehr Aufmerksamkeit geschenkt als früher in der Großvoliere gemischt mit Kapgeiern, die irgendwie aktiver waren.

Und natürlich war es ein Highlight, dass ich mich jeden Tag um das endniedlich Weißrückengeier-Küken kümmern durfte!!!

Unglaublich, wie schnell der kleine Fratz in den drei Wochen gewachsen ist. Hätten seine Eltern in freier Natur die Nahrung verweigert, wäre er gestorben. So konnte ich zumindest ein paar Wochen dabei helfen seine Überlebenschancen zu erhalten. Hoffentlich übernehmen seine Geiereltern doch noch den Job und helfen dabei, dass er groß und stark für eine spätere Auswilderung wird!

Immerhin verbrachten beide Geiereltern einige Zeit damit das Nest zu stabilisieren und auszubauen.

Alles Gute, mein liebes Küken! Du fehlst mir jetzt schon!!!

Allen Hähnen und Hühnern wünsche ich allzeit gutes Kräääh und hoffe, dass sie Rockys Spirit aufrecht erhalten!

SONNTAG, 13. AUGUST 2017

Duisburger Küken (mit 3 Monaten verstorben)

 Nach meiner Rückkehr aus dem Geierparadies VulPro wollte ich gegen den Geierentzug direkt das Gänsegeier-Küken im Zoo Duisburgbesuchen. Es müsste jetzt über 3 Monate alt und fast ausgewachsen sein. Aber schon von weitem konnte ich sehen, dass das mickrige Nest verschwunden war und kein Geier mehr am Brutplatz neben dem Baum saß. Ein schlechtes Zeichen, da das Küken noch zu jung ist, um großartig im Gehege herumlaufen zu können. Mamageier saß auf einem Baumstamm und Papageier trieb sich am anderen Ende des Geheges herum.

Als ich zufällig einen Tierpfleger traf, fragte ich sofort nach dem Küken. Die ernüchternden, traurige Antwort: Es ist vor einer Woche verstorben! 🙁 Unglaublich, was geht in diesem Zoo nur vor? Es gibt wohl erstmal nur Mutmaßungen wie Pilzinfektion oder ein “Defekt im Ei” durch den Stress der Vogelgrippe. Merkwürdig, wenn das Ei doch einen “Defekt” hatte, wie kann es dann sein, dass nach eineinhalb Monaten Brüten ein gesundes Küken schlüpft und dieses drei Monate alt wird? Bestimmt nicht mit einem durch Stress verursachten Defizit im Ei!!! Als ich weiterfragte kam heraus, dass das Küken eines Morgens mit gebrochenem Flügel OHNE Bissverletzungen gefunden wurde und dann eingeschläfert werden musste. Deja vu! Genau wie vor 2 Jahren, nur dass das Küken damals zwei gebrochene Flügel hatte. Warum stinkt die ganze Geschichte nur zum Himmel? Schon damals lag erst die Vermutung nahe der wilde Fuchs hätte das Küken angegriffen, aber dann hätte es Bissspuren gehabt. Daher fiel ein weiterer Verdacht auf Vandalen, die nachts in den Zoo kommen, um gezielt Tiere zu quälen. Das ist für mich die plausibelste Lösung, denn wie sollte sich sonst ein gesundes Küken einfach mal eben so die Flügel brechen??? Einfach nur traurig, dass es schon wieder zu so einem tragischen Verlust gekommen ist! Und umso merkwürdiger, dass der Zoo weder darüber berichtet noch für mehr Sicherheit im Zoo bzw. Geiergehege sorgt. Spätestens nach dem zweiten Vorfall sollte doch alles genau aufgeklärt werden, um weitere Vorfälle zu verhindern und die Tiere zu schützen!?

Der Anblick vom erschöpften Papageier war herzzerreißend. Nachdem er durch den Vogelgrippe-Stress so viel Gewicht verloren hatte, dass die Tierpfleger einer Kükenaufzucht in diesem Jahr skeptisch gegenüber standen, hat er zunächst seine Kräfte geschont, um anschließend fit genug fürs Küken zu sein. 3 Monate lang machen seine Geierdame und er einen super Job, ziehen ein traumhaft süßes Küken groß und dann so eine Enttäuschung. Einfach grausam!

Die Überreste eines einst glücklichen Brutplatzes.

Offenbar wurde der Kükenverlust sofort genutzt, um die Wiese im Gehege zu mähen und den großen umgestürzten Baum zu entsorgen.

Auch bei den beiden Ausquartierten nebenan war das Gehege kaum wiederzuerkennen. Ein Baum gefällt, Unkraut gejätet, Laub gefegt und der geliebte Sitzzweig der Geier entfernt!!! Jetzt können sie nur noch auf dem Boden liegen bzw. herumlaufen, aber Sitzäste haben sie nicht mehr! Ich hoffe, dass sie bald einen neuen Sitzast mit rauer Schale bekommen, denn sonst sind Probleme mit den Geierkrallen (wie bumle foot) vorprogrammiert. Geierkrallen sind nicht dafür gemacht rund um die Uhr flach aufgestützt mit vollem Gewicht belastet zu werden!

Nach diesem bedrückenden, traurigen Besuch bei den Gänsegeiern habe ich den Zoo schnell wieder verlassen. So hatte ich mir den ersten Tag nach meiner Rückkehr nicht vorgestellt! 🙁

DIENSTAG, 15. AUGUST 2017

Duisburger Küken (Tierarzt-Info)

Überraschenderweise habe ich heute eine Stellungnahme der Tierärztin des Zoo Duisburg unter meinem vorherigen Blogartikel zum Tod des Gänsegeier-Kükens erhalten. Damit diese wichtigen und interessanten Informationen nicht unentdeckt bleiben, bilde ich sie hier noch einmal ab. Außerdem möchte ich mich ganz herzlich bei Frau Bunert und dem gesamten Zoo-Team für die vielen Bemühungen um das Wohl des Gänsegeier-Kükens bedanken!!! Leider hat das Küken den Kampf letztendlich doch noch verloren, aber es ist klar zu erkennen, dass wirklich nichts unversucht gelassen wurde das Küken zu retten!

Sehr geehrte Frau Boemans, 

vielen Dank, dass sie unsere Gänsegeier im Zoo Duisburg regelmäßig besuchen und ein so großes Interesse an den Tieren haben. 

Die zu der Fasanerie gehörige Geieranlage befindet sich gerade in Umgestaltung und wurde schon mit neuen Baumstämmen und Sitzgelegenheiten für die Tiere bestückt.

Das Geierküken musste nach drei Wochen intensiver tierpflegerischer und tiermedizinischer Behandlungen eingeschläfert werden. 
Aufgrund der Vogelgrippe mussten die Geierpaare den gesamten Winter in Innenstallungen verbringen. Durch die ungewohnte Umgebung und die sehr späte Aufhebung der Aufstallungspflicht im Frühjahr, war nicht damit zu rechnen, dass die Geier in diesem Jahr überhaupt züchten würden. Normalerweise werden die Eltern, sobald die Zuchtsaison eintritt, hauptsächlich mit Futtertieren anstatt mit Rindfleisch gefüttert um eine ausreichende Kalziumversorgung für die Produktion des Eies zu gewährleisten. Diese Futterumstellung ist durch die besonderen Umstände in diesem Jahr ausgefallen. Umso erfreuter waren die Mitarbeiter des Zoos, dass das Geierpaar trotzdem ein Ei legte und ausbrütete. Leider erlitt das Küken eine Flügelfraktur des linken Unterarmes, was bei einer verminderten Kalzifikation der Knochen durchaus sehr schnell passieren kann, auch ohne größere Einwirkungen von außen. 
Das Küken wurde in Narkose gelegt und geröntgt, wodurch die Fraktur und der geringe Kalziumgehalt festgestellt wurden. Da die Frakturenden sehr nah beieinander lagen, war die Prognose gut und es konnte ein Flügelverband angelegt werden. Der Geier wurde von den Tierpflegern in Obhut genommen, mehrmals täglich gefüttert und von den Tierärzten mit Medikamenten und wechselnden Verbänden versorgt. 
Nach ein paar Tagen kam hinzu, dass das Küken seine Füße nicht richtig bewegen und belasten konnte. Erneute Röntgenaufnahmen konnten keinen Aufschluss über die Ursache geben. Um die Durchblutung und Belastung der Beine zu fördern, wurde eine Hängematte für das Küken gebaut, in der es mehrere Stunden am Tag saß. Unterhalb der Hängevorrichtung wurden die Füße auf Holz und Reisig gestellt. Die Pfleger führten mehrfach Physiotherapie durch, indem sie die Beine des Vogels bewegten und die Durchblutung anregten. Leider verbesserte sich der Zustand der Füße nicht. 
Das Küken war über die gesamte Behandlungsdauer sehr aktiv und hat von alleine Futter aufgenommen, was die Hoffnung auf Besserung versprach. 
Nach weiteren Tagen kam allerdings eine Pilzinfektion der Schnabelhöhle hinzu, die mit Sicherheit auf das geschwächte Immunsystem des Kükens zurückzuführen war. Das Tier hatte Atemnot und musste daher aus Tierschutzgründen nach dreiwöchiger intensiver Behandlungen euthanasiert werden. 
Solch eine Entscheidung fällt nach diesen Bemühungen besonders schwer und wird nicht leichtfertig getroffen. Vor allem für die Tierpfleger, die ein enges Verhältnis zu ihren Tieren haben, ist es nicht leicht, Beiträge wie den Ihren zu lesen. 
Das Geierküken ist nach dem Tod in die Pathologie gebracht worden und der Sektionsbefund steht noch aus. 

Falls Sie weitere Fragen zu dem Fall haben, zögern Sie bitte nicht, mich zu kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Carolin Bunert 
Tierärztin 
Zoo Duisburg AG

2 September 2017- International Vulture Awareness Day!

SAMSTAG, 2. SEPTEMBER 2017

Weltgeiertag im Allwetterzoo Münster

Happy International Vulture Awareness Day!!!
Endlich ist wieder erster Samstag im September und das bedeutet: Weltgeiertag!!!

Dieses Jahr haben der Allwetterzoo Münster und ich gemeinsam ein Event zum Weltgeiertag organisiert, damit der Weltgeiertag auch hierzulande bekannter wird. Die Vorbereitung war recht einfach, da ich im Grunde nur meinen Geierstand vom Artenschutztag im Zoo Duisburgmitbringen und auf dem Picknicktisch im Geiermuseum des Allwetterzoo Münsters aufbauen brauchte. Für die Betreuung der Ausmalbilder bekam ich nette Unterstützung vom Zoo, so dass ich mich wieder hauptsächlich auf die Infos rund um den Geierschutz konzentrieren konnte.
Das tolle am Geiermuseum in Münster ist, dass es von dort viele Fenster in die große Geiervoliere gibt. Beim Aufbauen wurde ich direkt von einem Sekretär beobachtet. Leider ist zweite Sekretär vor Kurzem erkrankt und musste eingeschläfert werden. Umso schöner, dass dieser Sekretär sichtlich interessiert an unserem Geierstand war.

Das Mönchsgeier-Pärchen trieb sich den ganzen Tag vor den Fenstern des Geiermuseums herum, so dass ich sie praktisch die ganze Zeit beobachten konnte. Dabei entging mir auch nicht, wie sie mehrfach auf das junge Gänsegeier-Mädchen losgingen, das dieses Jahr in Münster geschlüpft ist. Ich hoffe es lernt bald sich angemessen zu verteidigen.

Erwachsener Gänsegeier.

Natürlich war auch Riesen-Gustav von der Firma TRIXIE mit dabei. Als noch keine Besucher im Zoo unterwegs waren, nutzt Gustav die Chance selber ein Geierbild auszumalen. Außerdem teilte der Museumsgeier seinen Aasknochen mit ihm.

Was ist das denn für ein komischer, langbeiniger Vogel? Neben Gustav sieht der Sekretär gleich doppelt so zierlich aus wie sonst.

Das Gänsegeier-Mädchen wird auch künftig im Allwetterzoo Münster bleiben, da hier Frauen-Mangel herrschte. Der ebenfalls dieses Jahr geschlüpfte Gänsegeier-Junge hingegen wird im Green Balkan Projekt in Bulgarien ausgewildert werden. Daher ist er bereits hinter den Kulissen von den anderen Geiern getrennt.

Der Tisch ist vorbereitet, es kann losgehen!

Im Eingangsbereich des Zoos, an der Geiervoliere sowie direkt vor der Tür zum Geiermuseum gab es Hinweisschilder zum Weltgeiertag. Außerdem wurde vorher auf der Internetseite des Zoos sowie auf Facebook geworben.

Das Programm.

Eingang zum Geiermuseum.

Gustav hatte sich richtig schön in Pose gesetzt, um alle Besucher des Geiermuseums nett anlächeln zu können.

Allerdings wollte er sich nicht vor diese “Trophäenwand” setzen, weil er Angst hatte sein Kopf würde bald daneben hängen. Hierbei handelt es sich natürlich nicht um echte Geier, sondern um Nachbildungen der vier Europäischen Geierarten Mönchsgeier, Gänsegeier, Bartgeier und Schmutzgeier. Außerdem sind auf den Infoschildern Hinweise zu den vielen Bedrohungen von Geiern abgebildet.

Falls der junge Gänsegeier gerade Nistmaterial sammelt, so ist er damit gut 5-6 Jahre zu früh. So lange dauert es nämlich, bis Gänsegeier geschlechtsreif werden.

Bald ist Futterzeit. Für den Weltgeiertag wurde eine Fütterung für 13:30 Uhr organisiert. Weitere Bilder folgen in einem Extra-Blogartikel.

Dieser Geier hat offenbar das “Nicht an die Scheibe klopfen”-Schild nicht gelesen, denn er pickte einige Male mit dem Schnabel gegeben das Glas.

Gänsegeier vs. Hund.

Bei dem tollen Wetter und vielen anderen interessanten Gehegen im Allwetterzoo kamen die ersten Besuchermengen erst gegen Mittag ins Geiermuseum. Danach hatten wir aber phasenweise viel zu tun, wenn bis zu sechs Kinder gleichzeitig Geiermilder malten.

Wenn keine Besucher auftauchten, flatterte ich entweder mit meinen Flügeln um die Voliere oder meine Kolleginnen von der Standbetreuung sprachen Zoobesucher an.

Vor der großen Geiervoliere…

…war auch das AllwetterZOOmobil platziert. Dort gab es weitere Infos zum Geierschutz im Allwetterzoo und den Kooperationspartnern für die Gänsegeier-Auswilderungen in Bulgarien.

Dieser kleine Zoobesucher hatte sich am meisten auf die Ankündigung des Geier-Umhanges gefreut, weil er sich so gerne verkleidet. Also durfte er mit Hilfe seines Vaters das Geierkostüm einmal anziehen.

Gustav mit Gustav-Schatten.

Da ist mir wohl ein Sekretär ins Bild gelatscht.

Meine nette Standbetreuerin von der Nachmittagsschicht.

Viele Kinder ließen bereitwillig ihre Geierausmalbilder bei uns, damit wir das Museum schöner dekorieren können. Schon bald war fast jeder freier Fleck mit Geierbildern dekoriert.

Ohne die nette Unterstützung seitens Zoo wäre der Tag nicht so erfolgreich gewesen. Da möchte sich auch Riesen-Gustav ganz herzlich bedanken!

Zum Geierabend hin wartete noch ein weitere Highlight auf Gustav: Er durfte mit diesem tollen Zoowagen mitfahren und sich den Wind um den Schnabel wehen lassen, während ich auf der Rückbank unsere Geierstandkisten festhalten konnte. Naja, es sei ihm gegönnt 😉 Nur schade, dass wir nicht an einem appetitlichen Zebragehege angehalten haben…

Ganz lieben Dank an das tolle Allwetterzoo Team für die super Unterstützung und ein schönes gemeinsames Event zum Weltgeiertag!!! Und natürlich herzlichen Dank an alle kleinen und großen Künstler, die fleißig unsere Geierbilder ausgemalt und das Museum verschönert haben!!!

AMSTAG, 2. SEPTEMBER 2017

Weltgeiertag – Geierfütterung

Zur Feier des Weltgeiertags (IVAD) fand um 13:30 Uhr eine Geierfütterung im Allwetterzoo Münster statt.

Während der Sekretär als erstes ein paar Eintagsküken zu Fressen bekam, scharrten die vielen Gänsegeier am Futterplatz bereits mit den Krallen.

Genialerweise durfte ich mit in die Voliere, um Geier-Bilder ohne Glas und Gitter zu machen.

Dabei konnte ich mich ein wenig mit der netten Tierpflegerin unterhalten und die Geier gemeinsam bewundern. Sie bekamen eine Kiste mit lecker Rinderherzen. Wohl bekommts!

Genug Aas für alle!

Die Mönchsgeier hielten sich vorwiegend im Hintergrund auf. Dabei sind sie eigentlich stärker als Gänsegeier und hätten sich locker ein Aas erbeuten können.

Auch das junge Geiermädchen mischte sich unter das Geiervolk, um sich eine Ration Aas zu erbeuten.

Vorsichtig schnappte sich einer der Mönchsgeier ein Aas und zog es quer über die Wiese vom Futterplatz fort.

Wenn das mal kein prall gefüllter Kropf ist! Hier scheint es jemandem vorzüglich geschmeckt zu haben!

Vielen Dank für die Gelegenheit die Geiervoliere am Rande betreten zu dürfen. Vor Jahren hatte ich in einer Zoosendung gesehen, wie Kinder die Geier im Allwetterzoo füttern durften und dazu auf den Futterplatz gehen konnte. Damals war ich grün vor Neid. Und jetzt stand ich selber dort! Vielen, vielen Dank!!! Und einen schönen Weltgeiertag!!!

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